Stiftung in Liechtenstein gründen

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Wofür eignet sich eine Liechtensteinische Stiftung?

Eine Liechtensteinische Stiftung 2.0 eignet sich insbesondere für folgende Zielsetzungen:

  • Langfristige Absicherung des Stifters, seiner Familienangehörigen und weiterer Begünstigter
  • Bewahrung und zweckorientierte Verstetigung des Familienvermögens über die Lebensspanne der Vermögeninhaber hinaus
  • Steuerlich optimierte Bewirtschaftung von verschiedenartigen Vermögenswerten wie Bankkonten, fremdvermietete Immobilien und Unternehmensbeteiligungen
  • Schutz des Familienvermögens vor unternehmerischen Haftungsrisiken
  • Verwirklichung weiterer privat- oder gemeinnütziger ideeller Zwecke (Philanthropie)

Definition Stiftung

Eine Stiftung ist ein rechtlich und wirtschaftlich selbständiges Zweckvermögen, dass durch eine einseitige Willenserklärung des Stifters als juristische Person (juristische Person) errichtet wird.

Der Stifter legt den Stiftungszweck und die Begünstigten fest. In der Praxis sind reine Familienstiftungen und gemischte Familienstiftungen die wichtigsten Rechtsformen in Liechtenstein.

Das Vermögen von reinen Familienstiftungen dient vor allem der Übernahme von Erziehungs- oder Ausbildungskosten, der Versorgung oder Unterstützung von Mitgliedern einer oder mehrerer Familien oder ähnlicher Familieninteressen.

Gemischte Familienstiftungen verfolgen nicht nur den Zweck einer reinen Familienstiftung, sondern auch gemeinnützige oder andere privatnützige Zwecke.

Wichtige Begriffe

Beteiligte ParteienStruktur / rechtliche AusgestaltungDokumente
Treugeber / StifterErmessensabhängigStiftungsurkunde
StiftungsratFixe BegünstigteStiftungszusatzurkunde / Reglement
BegünstigteWiderruflich / unwiderruflichLetter of Wishes
Protektor  Amtsbestätigung (Handelsregisterauszug)

Treugeber – Stifter

Der Treugeber oder Stifter ist die Person, die die Stiftung gründet.

Der Stifter legt den Stiftungszweck und die Begünstigten fest. Er hat die Möglichkeit, die Stiftung mit festen Begünstigten oder mit einer Gruppe von Begünstigten zu errichten.

Ausserdem kann er die Stiftung als unwiderruflich oder widerruflich festlegen. Diese Entscheidung muss von Anfang an genau geprüft werden, da dies steuerliche Auswirkungen haben kann.

Stiftungsrat

  • Das Stiftungsratsmitglied ist das Kontrollorgan der Stiftung.
  • Er hat das gesetzliche Recht, für die Stiftung zu zeichnen.
  • Der Stiftungsrat ist der einzige Ansprechpartner der Stiftung nach aussen für Drittpersonen.

Wie funktioniert der Vermögensschutz durch eine Stiftung?

Eine unserer Kerndienstleistungen ist der Vermögensschutz.

Verschiedene Neuerungen in der Finanzwelt stellen die Kunden vor immer neue Herausforderungen bei der Strukturierung ihres Vermögens. Jede Gesetzesänderung bringt neue Herausforderungen mit sich.

Mögliche Risiken ergeben sich aus politischer Instabilität, Länderrisiken oder auch privaten Einflüssen.

Wir haben die Aufgabe, dem Kunden nach einer gründlichen Analyse die Risiken aufzuzeigen und maßgeschneiderte Lösungen zu präsentieren.

Eine mittlerweile weltweit anerkannte Lösung ist die Liechtenstein Stiftung.

Stiftung zur Regelung des Nachlasses

Eine Stiftung kann auch als Werkzeug für die Regelung von Nachlassfragen dienen.

Dann kann z. B. auch eine Stiftung in Liechtenstein zu Lebzeiten in einem Testament oder in einem Erbvertrag errichtet werden. Gerade an diesem Punkt gilt es aber doch einiges zu beachten, vor allem wenn es um die Entscheidung der Frage geht: Stiftung errichten oder doch „nur“ ein Vermächtnis anordnen?

Denn Stiftung und Vermächtnis sind sehr unterschiedliche Rechtsinstitute. Welches Rechtsinstitut im konkreten Fall für die konkreten Bedürfnisse besser geeignet ist, ist in jedem Einzelfall sorgfältig zu prüfen.

Steuerliche Vorteile einer Stiftung in Liechtenstein

Es ist kein Geheimnis: Eine gemeinnützige Stiftung in Liechtenstein hat klare steuerliche Vorteile – das macht diese Stiftung für viele vermögende Privatpersonen und Unternehmen attraktiv.

Werden beispielsweise deutsche Immobilien in die Stiftung eingebracht, sinkt die laufende Steuerbelastung z. B. bei Mieterträgen vom Spitzensteuersatz der deutschen Einkommensteuer (42% bzw. 45% zzgl. Soli und Kirchensteuer) auf den deutschen Körperschaftssteuersatz (15% zzgl. Soli). Außerdem entfällt die laufende Gewerbesteuerbelastung und bei einer Veräußerung einer Immobilie nach mehr als zehn Jahren, sind Veräußerungsgewinne dann ebenso wie bei anderen Steuerpflichtigen steuerfrei.

Dieses Immobilien-Beispiel ist dabei nur ein Beispiel für steuerliche Vorteile der Gründung einer Stiftung in Liechtenstein. Alle Vorteile hier aufzulisten, würden den Rahmen sprengen!

Gesellschaftsrecht Liechtenstein

Liechtenstein hat ein eigenes Körperschafts- und Vereinsrecht entwickelt.

Das Gesellschaftsrecht ist im Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) vom 20. Januar 1926 (LGBl. 1926/4) und im Gesetz über das Treuunternehmen (TrUG) vom 10. April 1928 (LGBl. 1928/6) enthalten.

Weitere Informationen über das Gesellschaftsrecht und die Gesellschaftsformen finden Sie in der Broschüre der liechtensteinischen Treuhandkammer.

Warum Liechtenstein und keine deutsche Stiftung?

Eine Stiftung in Liechtenstein hat im Vergleich zu einer deutschen Stiftung einige signifikante Vorteile:

  • Zugang zu zwei Märkten, EU/EWR und Schweiz
  • AAA-Länderbewertung von Standard & Poor‘s
  • Stabile Währung – Schweizer Franken als gesetzliche Währung
  • Solide Finanzpolitik in Bezug auf den öffentlichen Haushalt
  • Liberale Wirtschaftspolitik und ein liberales Gesellschaftsrecht
  • Stabile Sozial-, Rechts- und Wirtschaftsordnung und hoher Grad an politischer Kontinuität
  • Sehr gute Infrastruktur von überschaubarer Grösse

Nachteile bei einer deutschen Stiftung sind deshalb:

  • Bei der Aufsicht über eine deutsche Stiftung sitzt immer eine staatliche Landesstiftungsaufsicht „mit im Boot! Das verkompliziert die Errichtung der Stiftung und die spätere Stiftungsverwaltung. Alle 30 Jahre hat eine deutsche Stiftung außerdem eine Erbersatzsteuer in Höhe von bis zu 30% zu entrichten – bei einer liechtensteinischen Stiftung entfällt dieser bittere Aderlass.
  • Im Falle einer Satzungsänderung läuft man Gefahr, möglicherweise Erbschaftssteuer auszulösen.
  • Errichtung und Betrieb einer Stiftung sind in Deutschland vergleichsweise mühsam. Die beteiligten deutschen Behörden sind regelmäßig personell unterbesetzt, was das Verwaltungsverfahren bei der Errichtung der Stiftung nicht selten unnötig in die Länge zieht.

In Liechtenstein sind Behörden personell und sachlich besser ausgestattet. Zudem profitiert man von kurzen Wegen und einer anderen Kultur zwischen Staat, Bürger und Stiftungen. Der reine Errichtungsvorgang einer Stiftung dauert in Liechtenstein nur wenige Werktage.